Krypto-Fondsmanager Justin Bons sagte, dass Ethereums Vorstoß in Richtung eines ZK-EVM-Designs ein großer Fehler sei, der dem Netzwerk dauerhaft schaden könnte.
In einem ausführlichen Beitrag argumentierte er, dass ZK-Proofs extrem teuer in der Erstellung seien und Hardwareanforderungen mit sich bringen, die mit steigender Nachfrage schlecht skalieren.
Laut Bons erfordert die Generierung von ZK-EVM-Proofs bereits jetzt Arrays von High-End-GPUs. Bei den aktuellen Ethereum-Geschwindigkeiten müssten Entwickler Dutzende von High-End-Grafikkarten einsetzen, nur um mitzuhalten. Allein die Hardwarekosten können über 80.000 US-Dollar betragen, wobei eine höhere Durchsatzrate diese Zahl auf über 200.000 US-Dollar steigen lässt.
Die Kritik konzentriert sich auf Ethereums Schritte in Richtung Proposer Builder Separation (PBS) in Verbindung mit ZK-Proofs. Bons sagte, dass diese Konstellation die Macht von den Validatoren weg hin zu einer kleinen Gruppe von Developern verschiebt, die sich die Hardware leisten können.
Er warnte, dass die Kosten linear mit Geschwindigkeit und Kapazität steigen, sodass Ethereum vor einer erzwungenen Entscheidung steht: Entweder bleibt die Performance begrenzt, oder die Dezentralisierung leidet. Seiner Ansicht nach untergraben beide Ergebnisse Ethereums zentrale Versprechen.
Bons verglich die ZK-EVM-Performance mit konkurrierenden Netzwerken. Er merkte an, dass selbst mit massiven GPU-Setups die Blockproduktion von ZK-EVMs 8 bis 12 Sekunden in Anspruch nehmen kann.
Im Gegensatz dazu arbeiten Solana-Validatoren mit Blockzeiten von unter einer Sekunde und deutlich geringeren relativen Hardwarekosten. Er argumentierte, dass diese Differenz der Grund sei, warum Ethereum gar nicht erst versuche, bei der reinen Geschwindigkeit zu konkurrieren.
Da Hochfrequenzhandel und Perpetual-Börsen den Großteil der On-Chain-Umsätze generieren, bleibt eine langsamere Blockzeit ein struktureller Nachteil.
Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin sagte kürzlich, dass Ethereum so gebaut wurde, dass es Zensur, Ausfällen und De-Plattformisierung standhält, anstatt die Latenz zu optimieren.
Er verwies auf Ethereums lange Betriebszeit und seine Rolle als Settlement-Layer für zweistellige Milliardenbeträge im DeFi-Bereich. Unterdessen behauptet Bons, dass eine ZK-lastige Skalierung zu versteckter Zentralisierung führen kann, ohne dabei einen wettbewerbsfähigen Durchsatz zu liefern.
Ethereums Roadmap für 2026 beinhaltet Upgrades, die auf eine höhere Kapazität mit Gas-Erhöhungen und ZK-Proofs abzielen. Bons argumentierte, diese Änderungen kämen zu spät und lösen das eigentliche Geschwindigkeitsproblem dennoch nicht.
Bons schlussfolgerte, dass Ethereum absichtlich langsam bleibe, um die Grenzen der ZK-Berechnung einzuhalten, und bezeichnete diese Entscheidung als vernichtend.
In der Zwischenzeit hat sich die Debatte in der Kryptogemeinde verschärft, nachdem ein Nutzer fragte, ob Ethereum überleben könne, wenn ZK-EVM-Pfade 100.000 US-Dollar teure Hardware erfordern, aber trotzdem Solana deutlich hinterherhinken. Bons antwortete, dass ein Überleben möglich sei, Wachstum aber nicht garantiert, da ETH nur über 1/138 der Kapazität und 1/30 der Geschwindigkeit von SOL verfüge.
(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});Ein anderer Entwickler behauptete, dass zukünftige Upgrades es ermöglichen würden, ZK-Knoten auf bescheidener Hardware zu betreiben. Bons wies diese Sicht zurück und sagte, aktuelle Benchmarks zeigten keinen gangbaren Weg ohne große kryptographische Durchbrüche, auf die Entwickler bereits seit Jahren warten.
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