Wichtige Erkenntnisse:
- Morgan Stanley hat offiziell seine ersten Krypto-ETFs beantragt und richtet sich dabei auf Bitcoin und Solanain einer bedeutenden institutionellen Neuausrichtung
- Dieser Schritt signalisiert wachsendes Vertrauen in regulierte digitale Vermögenswerte, da die US-Politik zunehmend kryptofreundlicher wird
- Im Falle einer Genehmigung könnten die ETFs enorme Kapitalzuflüsse aus dem globalen Wealth-Management-Netzwerk von Morgan Stanley freisetzen
Morgan Stanley hat seinen bislang entschlossensten Schritt in Richtung digitale Vermögenswerte unternommen und Anträge für sowohl einen Bitcoin-ETF als auch einen Solana-ETF eingereicht – damit geht die Bank erstmals direkt in den Markt für Krypto-Investmentprodukte.
Mit diesem Antrag positioniert sich eine der mächtigsten Banken der Wall Street im Zentrum des rasant wachsenden Krypto-ETF-Marktes und verschärft den Wettbewerb unter den Finanzriesen, die um institutionelle Nachfrage konkurrieren.
Inhaltsverzeichnis
Morgan Stanley steigt in das Rennen um Krypto-ETFs ein
Morgan Stanley hat bei der US-Börsenaufsicht (SEC) Registrierungsunterlagen für zwei neue börsengehandelte Fonds eingereicht: einen, der den Kurs von
Es ist die erste Bank, die einen Schritt zur Emission eigener Krypto-ETFs unternimmt und damit vom Vertrieb von Drittanbieter-Kryptoprodukten zum Emittenten wird. Dies zeigt das wachsende Vertrauen großer Finanzinstitute, dass digitale Assets nicht mehr am Rand stehen, sondern ein zentraler Bestandteil moderner Portfolios sind.
Die vorgeschlagenen Fonds werden passive Vehikel sein, d.h. sie folgen dem Spotpreis der zugrundeliegenden Vermögenswerte ohne Hebel, Derivate oder aktive Handelsprogramme. Im Falle einer Zulassung würden sie an den öffentlichen Märkten gehandelt und Anlegern über herkömmliche Brokerkonten Zugang zu Bitcoin und Solana bieten.
Warum Bitcoin und Solana ausgewählt wurden
Die erste Wahl ist offensichtlich Bitcoin. Es ist das älteste digitale Asset und weltweit gibt es zahlreiche Spot-ETFs mit einem verwalteten Vermögen in Milliardenhöhe. Der Adoptionsprozess durch Institutionen hat sich beschleunigt, da regulatorische Klarheit zunimmt und große Vermögensverwalter Bitcoin-Positionen institutionalisieren. Solana hingegen ist die strategischere und aggressivere Wahl.
Solana hat sich zur führenden Blockchain für Hochgeschwindigkeitshandel, Memecoins, Consumer-Apps und DeFi-Aktivitäten entwickelt. Das Ökosystem bewältigt inzwischen einen bedeutenden Anteil des On-Chain-Volumens und positioniert sich als ernsthafter Konkurrent von Ethereum beim Nutzerwachstum und bei der Entwickleraktivität.
Mit dem Antrag auf einen Solana-ETF neben Bitcoin verfolgt Morgan Stanley nicht nur sichere Nachfrage. Die Bank signalisiert damit Vertrauen in Next-Generation-Blockchains und die Infrastrukturebene von Krypto – nicht nur in digitales Gold. So partizipiert die Bank sowohl an der Store-of-Value-Erzählung als auch an der wachstumsstarken Anwendungsebene von Web3.
Regulatorischer Wandel verändert das Verhalten der Banken
Jahrelang haben große US-Finanzinstitute wegen regulatorischer Unsicherheiten und Compliance-Risiken gezögert, Krypto-Produkte direkt zu schaffen. Diese Haltung ändert sich nun rasant.
Das rechtliche Risiko für traditionelle Institute wurde durch Änderungen in der US-Politik minimiert, etwa durch explizite Vorgaben der Aufsichtsbehörden und gesetzliche Anpassungen im Hinblick auf digitale Assets. Kryptowährungen gelten nicht mehr als Reputationsrisiko für Banken – sie werden als Wettbewerbsplattform genutzt.
Banken bewegen sich von Verwahrung hin zur Produktentwicklung
Früher beschränkten Banken ihre Krypto-Exponierung auf Verwahrungsdienste und Backend-Infrastruktur. Heute gehen sie in Produktdesign, Allokation und Umsatzgenerierung über. Mit der Einführung eigener ETFs kann Morgan Stanley:
- Gebührenstrukturen kontrollieren
- Produkte direkt in Kundenportfolios integrieren
- Externe Vermögensverwalter vermeiden
- Langfristige Verwaltungsgebühren einnehmen
Das ist eine strategische Neuausrichtung. Sie zeigt, dass Krypto in großen Banken kein Experiment mehr ist, sondern zur Einnahmequelle wird.
Auch andere Institute verfolgen ähnliche Strategien. Die Bank of America hat den Zugang zu Krypto-ETFs ausgeweitet. Vanguard ermöglicht den Handel mit Krypto-ETFs. BlackRock und Fidelity dominieren bereits die Bitcoin-ETF-Ströme. Der Einstieg von Morgan Stanley erhöht den Druck an der Wall Street.
Morgan Stanley betreut weltweit Millionen von Kunden über seine Wealth-Management-Sparte. Schon eine kleine Allokationsverschiebung in Bitcoin oder Solana über diese ETFs könnte Milliarden Dollar an neuer Nachfrage bedeuten.

