USD: Situation in Venezuela stabilisiert sich – ING
US-Militäraktion in Venezuela hinterlässt begrenzte Auswirkungen auf die Devisenmärkte
Etwas mehr als zwei Tage nach der US-Militäraktion in Venezuela zeigen die Devisenmärkte nur minimale und anhaltende Effekte. Der anfängliche Ansturm auf die Sicherheit des US-Dollars in den frühen Morgenstunden des Montags legte sich schnell wieder. Diese Umkehr wird hauptsächlich auf frühe Anzeichen von Gesprächen zwischen den USA und Delcy Rodríguez, die Maduro abgelöst hat, zurückgeführt, was die Befürchtungen hinsichtlich einer weiteren unmittelbaren US-Intervention gemildert hat, so Francesco Pesole, Devisenanalyst bei ING.
US-Dollar zieht sich nach kurzem Anstieg wieder zurück
Pesole beobachtet: „Unsere vorläufige Einschätzung ist, dass die Situation in Venezuela kurzfristig einen neutralen bis leicht unterstützenden Effekt auf den Dollar hat – die geopolitischen Spannungen sind zwar höher, aber es gibt keine bedeutenden Konsequenzen für die USA oder den Ölmarkt. Mit Blick in die Zukunft könnte der Dollar unter Druck geraten, falls die Märkte zuversichtlich bezüglich eines erhöhten Ölangebots werden und die Rohölpreise fallen.“
Er ergänzt: „Die starke Performance an den Aktienmärkten gestern, trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheit, war der Hauptgrund für die Umkehr der früheren Gewinne des Dollars. Auch Konjunkturdaten spielten eine Rolle: Der US-ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe fiel im Dezember unter 48 und verzeichnete damit den vierten monatlichen Rückgang in Folge sowie den niedrigsten Stand seit Oktober 2024. Zudem sank der Auftragsbestand auf 45,8, was auf das Risiko eines Lageraufbaus und möglicher Arbeitsplatzverluste in den kommenden Monaten hindeutet.“
„Obwohl die Nachfrage nach dem sicheren Hafen US-Dollar schnell nachließ, sehen wir kurzfristig weiterhin eine leichte Tendenz zur Dollar-Stärke. Die saisonalen Trends im Januar sind günstig und solange die Märkte in Bezug auf geopolitische Risiken relativ ruhig bleiben, könnten sowohl Risikoanlagen als auch Hoch-Beta-Währungen anfällig sein, falls die Spannungen erneut aufflammen – sei es in Lateinamerika oder sogar in Grönland.“
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