Die Stimmung sowohl bei der Solana-Community als auch beim Smart Money hat sich ins Positive gedreht, was auf eine steigende Überzeugung sowohl bei Privatanlegern als auch bei informierten Marktteilnehmern hindeutet.
Die Indikatoren für die Marktstimmung zeigen, dass die breite Masse derzeit eine nahezu neutral-positive Einstellung hat, während das Smart Money noch stärkere bullishe Werte aufweist. Diese Übereinstimmung ist während anhaltender Abwärtstrends selten zu beobachten.
Gleichzeitig verzeichneten die US-Spot-Solana-ETFs an einem einzigen Tag einen Nettozufluss von 10,43 Millionen US-Dollar. Die kumulierten Zuflüsse nähern sich nun 775 Millionen US-Dollar, während das gesamte verwaltete Vermögen (AUM) über 1,02 Milliarden US-Dollar gestiegen ist.
Diese Zuflüsse deuten auf Engagement statt auf spekulative Umlagerungen hin. Allerdings kann allein die Stimmung die Preise nicht bewegen.
Daher muss eine Bestätigung durch die Kursstruktur und das Verhalten der Kapitalströme erfolgen, bevor sich ein nachhaltiger Trend entwickeln kann.
Solana erholt sich, während Käufer die Nachfragezone verteidigen
Der Preis von Solana hat sich aus einem klar definierten absteigenden Kanal erholt, wobei Käufer die Nachfragezone zwischen 120 und 135 US-Dollar wiederholt verteidigten.
Der Kurs bildete innerhalb der unteren Begrenzung des Kanals höhere Tiefs aus, bevor er sich auf das Kanal-Mittelband zubewegte.
Parabolic-SAR-Punkte sind unter den Kurs gefallen, was einen kurzfristigen Momentumwechsel signalisiert. Wichtig ist, dass Verkäufer trotz wiederholter Tests keinen anhaltenden Durchbruch erzwingen konnten.
Dieses Verhalten spiegelt eher eine Nachfrageabsorption als schwaches Erholungskaufen wider. Der Widerstand liegt nun bei etwa 145 US-Dollar, gefolgt von breiteren Strukturniveaus bei rund 170 und 200 US-Dollar.
Der Kurs muss allerdings die Kanaloberkante zurückerobern, um eine Trendwende zu bestätigen. Bis dahin befindet sich Solana eher im Erholungsmodus als im Expansionsmodus.
Quelle: TradingView
Spot-Flows bei Solana deuten auf stille Akkumulation hin
Spot-Marktdaten zeigen weiterhin netto negative Kapitalflüsse, was auf ein Akkumulationsverhalten trotz moderater Kurserholung hindeutet. Zum Zeitpunkt des Schreibens verzeichnete Solana einen Nettoabfluss von 4,17 Millionen US-Dollar von Börsen.
Dieses Muster hält bereits seit Wochen an. Händler ziehen weiterhin SOL während Konsolidierungsphasen ab, anstatt sie in Rallyes einzuzahlen.
Historisch gesehen reduzieren langanhaltende negative Nettoflüsse den unmittelbaren Verkaufsdruck. Allerdings hat der Kurs bislang noch nicht aggressiv darauf reagiert. Diese Diskrepanz deutet darauf hin, dass die Akkumulation ohne durch Leverage getriebenes Hinterherjagen erfolgt.
Daher scheinen Spot-Marktteilnehmer geduldig zu agieren und sich vor einer Bestätigung zu positionieren, anstatt auf kurzfristige Kursschwankungen zu reagieren. Diese Dynamik unterstützt eine strukturelle Stabilisierung anstelle einer spekulativen Erschöpfung.
Quelle: CoinGlass
Long-Positionen gewinnen bei Derivaten wieder die Oberhand
Die Positionierung bei Derivaten favorisiert zunehmend Longs, insbesondere bei Binance. Long-Konten machten etwa 72,6% der Positionen aus, während Shorts bei etwa 27,4% lagen. Das Long/Short-Verhältnis lag bei 2,6 und spiegelt ein wachsendes Richtungsbewusstsein wider.
Wichtig ist, dass sich diese Verschiebung allmählich und nicht durch plötzliche Ausschläge entwickelte. Ein solches Verhalten reduziert das Liquidationsrisiko durch überfüllte Long-Positionen.
Allerdings kann Leverage allein keinen nachhaltigen Anstieg ohne Bestätigung durch den Spotmarkt tragen. Daher scheinen Derivatehändler eher auf eine Fortsetzung zu setzen, statt sie zu erzwingen.
Diese Positionierung steht im Einklang mit der verbesserten Stimmung und der Akkumulation am Spotmarkt und stärkt die übergeordnete Erholungserzählung.
Quelle: CoinGlass
Shorts absorbieren Liquidationsdruck auf der Unterseite
Liquidationsdaten zeigen, dass der Abwärtsdruck absorbiert statt beschleunigt wird. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beliefen sich die gesamten Short-Liquidationen auf etwa 7,82 Millionen US-Dollar, während Long-Liquidationen bei etwa 0,8 Millionen US-Dollar lagen.
Binance, Hyperliquid und Bybit machten den Großteil der Short-Liquidationen aus.
Diese Ereignisse traten ohne starke Kurseinbrüche auf. Diese Reaktion deutet darauf hin, dass Verkäufer in der Nähe lokaler Tiefs die Kontrolle verloren haben. Gleichzeitig blieben Long-Positionen weitgehend intakt, was auf eine disziplinierte Positionierung hindeutet.
Allerdings garantiert allein die Aufnahme von Liquidationen keine Trendumkehr. Sie bestätigt vielmehr eine nachlassende Abwärtsdynamik. Daher handelt Solana nun in einer Zone, in der es Verkäufern schwerfällt, die Dominanz zurückzugewinnen.
Quelle: CoinGlass
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Solana nun an einem strukturellen Scheideweg steht, an dem Stimmung, Kapitalflüsse und Positionierung zusammenlaufen. ETF-Zuflüsse und die Übereinstimmung der Stimmung unterstützen das Aufwärtspotenzial.
Allerdings muss der Kurs dies durch das Zurückerobern wichtiger Widerstandszonen bestätigen. Bis dahin bleibt Solanas Erholung konstruktiv, aber noch nicht bewiesen.
Abschließende Gedanken
- Solana scheint sich von einer Phase der Korrekturerschöpfung in eine Phase der strategischen Neupositionierung zu bewegen.
- Der Markt steht nun vor einem Überzeugungstest, bei dem die tatsächliche Folge wichtiger ist als eine bloße Übereinstimmung der Signale.


