GBP/JPY schwächt sich innerhalb der Spanne ab, während BoJ-Kommentare den Yen unterstützen
Das Britische Pfund (GBP) handelt am Freitag leicht schwächer gegenüber dem Japanischen Yen (JPY), da der Yen nach neuen Kommentaren von Bank of Japan (BoJ) Gouverneur Kazuo Ueda breite Unterstützung erhält, die die Erwartungen auf eine weitere geldpolitische Straffung verstärken. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notiert GBP/JPY bei etwa 210,80 und bleibt damit in einer zweiwöchigen Konsolidierungsphase gefangen.
BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda bekräftigte, dass die Zentralbank bereit sei, die Zinsen weiter anzuheben, falls sich die wirtschaftlichen Bedingungen entsprechend den Prognosen entwickeln. Ueda sagte am Montag zuvor, er erwarte, dass Japans Wirtschaft einen Zyklus aufrechterhalten könne, in dem Löhne und Preise moderat steigen, und fügte hinzu, dass die Anpassung des geldpolitischen Supports zu stabilem und nachhaltigem Wirtschaftswachstum beitragen würde.
Seine Bemerkungen stärkten die Markterwartungen, dass die Bank of Japan vorsichtig, aber stetig in Richtung einer weiteren Normalisierung der Geldpolitik voranschreitet, nachdem sie auf der Sitzung im Dezember den Zielzinssatz auf 0,75 % angehoben hat – das höchste Niveau seit etwa drei Jahrzehnten.
Die anhaltende Schwäche des Japanischen Yen hat zudem die Argumente für eine weitere Straffung der Geldpolitik gestärkt. Laut dem aktuellen BHH MarketView-Bericht preist die Swaps-Kurve fast 50 Basispunkte (bps) an Zinserhöhungen durch die BoJ in den nächsten zwölf Monaten ein.
Auf der Datenebene stieg der Jibun Bank Manufacturing PMI Japans im Dezember von 49,7 auf 50,0 und bot dem Yen damit zusätzliche, wenn auch moderate Unterstützung.
Auf britischer Seite bleibt der geldpolitische Hintergrund vorsichtiger. Bei ihrer Sitzung im Dezember behielt die Bank of England (BoE) eine allmähliche Lockerungstendenz bei, signalisierte jedoch, dass zukünftige Zinsentscheidungen eine „knappere Entscheidung“ werden.
Obwohl die Entscheidungsträger anerkannten, dass die Zinsen im Laufe der Zeit sinken könnten, verzichteten sie darauf, klare Hinweise auf den Zeitpunkt oder das Tempo weiterer Lockerungen zu geben. Infolgedessen bleibt die Marktpreisbildung zurückhaltend, wobei nur eine zusätzliche BoE-Zinssenkung für 2026 vollständig eingepreist ist.
Mit Blick nach vorn bleibt der Wirtschaftskalender auf beiden Seiten relativ dünn. Im Vereinigten Königreich richtet sich die Aufmerksamkeit am Dienstag auf die Daten zum S&P Global Composite und Services PMI. In Japan werden die Märkte am Mittwoch auf den Jibun Bank Services PMI achten, gefolgt von Zahlen zu Arbeitsentgelten und Verbrauchervertrauen am Donnerstag.
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